Search
Angela Mickley

This is the page of Prof. Dr. Angela Mickley. 

Moldau

view in English | auf Englisch anzeigen

Zwei Projekte:

Aktuell:

Zwei einwöchige Seminare Mitte Juli und Mitte September 2012 in Chisinau. Im Anschluss benannten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Hochschule, welche weiteren Kompetenzen aufgebaut werden sollen.

Zentrales Anliegen:

Vertreter des Staats- und Zivilsektors aus Moldau, Georgien und Armenien lernen Kernkompetenzen in Konfliktanalyse, Verhandlungs- und Entscheidungsmethoden, Mediation. Sie bilden ein regionales Expertennetzwerk, so dass Konflikte in Zukunft frühzeitig, nachhaltig und ohne Hilfe von außen bearbeitet werden können (vgl. Projekte in Georgien 2011-12 und in Namibia 2004-09).

Warum Moldau?

In Moldau ist – wie in Georgien – Sezession ein Konfliktthema. Der mehrheitlich russischsprachige Landesteil Transnistrien hat sich mit russischer Unterstützung vom rumänischsprachigen Moldau abgespalten. 1992 eskalierte der Konflikt zur bewaffneten Auseinandersetzung.

A. Mickley bringt Erfahrungen aus einer früheren Konfliktbearbeitung in Chisinau mit, s.u.

Projektteam:

Angela Mickley (Leitung), Meike Dudde, Corinna Kärnbach und Sebastian Dworack (Team), Aurelio Schrey (Foto-Dokumentation und IT-Management)

Teilnehmer:

Vertreter aus Universität, Wirtschaft, Staats- und Zivilsektor in Moldau, Georgien und Armenien

Zugrundeliegendes Prinzip:

Aufbau lokaler Kompetenz, die eine eigenständige Bearbeitung regionaler Konflikte ermöglicht und nachhaltige friedliche Entwicklung fördert.

Ergebnisse:

Die Teilnehmer haben u.a. - gelernt, wie auch hocheskalierte Konflikte bearbeitet werden können - ihre Methodenkompetenz erweitert und dabei erfahren, wie unterschiedlich z. B. die Position Georgiens gegenüber Russland gesehen werden kann - die eigenen Erfahrungen mit Konflikten aktiviert und die Perspektive darauf gewechselt - ein eigenes Kompetenzprofil erstellt und externe Beratungsoptionen benannt - sich untereinander und mit den moldauíschen / armenischen Kollegen vernetzt.

Gefördert wird das Projekt teilweise über das Krisenpräventionsprogramm des DAAD, finanziert vom Auswärtigen Amt.

Projekt 1997:

Ein Workshop zu Konfliktbearbeitung/Mediation Ende April 1997 für die GTZ in Chisinau

Zentrales Anliegen:

Den Konflikt zwischen russisch und moldauisch orientierten Vereinen bearbeiten, die für ein in Osteuropa geplantes Wasserzentrum kooperieren wollen. Die zahlreichen Schlüsselakteure mit konstruktiven Bearbeitungsmethoden und Anwendungsbereichen vertraut machen.

Hintergrund:

Die GTZ führte damals das Projekt „Förderung der Entwicklung der Umwelt-NGOs in Moldau“ durch. Das Projekt drohte an der Sezessionsproblematik zu scheitern. Die Region Transnistrien hatte sich 1991 einseitig abgespalten, es folgten kriegerische Auseinandersetzungen mit vielen Verlusten. Die Projektverantwortlichen aus den beiden Landesteilen arbeiteten nicht zusammen. (mit Artikel in Spektrum der Mediation hier verlinken)

Projektteam:

Angela Mickley, Udo Heitmann

Teilnehmer:

Vertreter unterschiedlicher Institutionen und Vereine aus beiden Landesteilen sowie zwei Dolmetscher (Rumänisch und Russisch).

Ergebnisse:

Die Teilnehmer kooperierten wieder und führten gemeinsam das GTZ-Projekt weiter.